5 Tipps: tauchen im see

Immer mehr entdecken das Tauchen im heimischen See für sich. Wir geben dir 5 praktische Tipps, was du beim Tauchen im See unbedingt beachten solltest!

Tauchen - Bei vielen sind die ersten Bilder, die einem dabei in den Sinn kommen: 

  • kristallklares Wasser, 
  • tropische Orte 
  • und unbegrenzte Sicht. 

Salzwasser Tiere wie Oktopusse und Haie regen die Fantasie an. Man träumt von lebendigen Korallenriffen. In denen es von exotischem Leben nur so wimmelt.

Die Realität ist aber, dass viele Taucherinnen und Taucher ihre Zeit in Süßwasserseen verbringt. Vielleicht hat auch bei dir eingeschränkten Reisemöglichkeiten der Corona-Pandemie dafür gesorgt, dass du die heimischen Gewässer kenn- und zu schätzen gelernt hast? :-) 

Obwohl der Sport im Wesentlichen der gleiche ist, stellen die unterschiedlichen Umgebungen beim Tauchen einige Herausforderungen dar. 

Wir geben euch Tipps, was ihr beim Tauchen im See beachten solltet. 

Unsere Tauchbasen

5 Tipps

1. Kenne deine Höhenlage 

Als Höhentauchen wird jeder Tauchgang bezeichnet, der in einer Höhe von 300 Metern oder mehr durchgeführt wird. Wenn du keinen Tauchcomputer verwendest, dann erfordern diese Tauchgänge spezielle Tabellen. Diese bieten angepasste Nullzeiten. 

Viele der Seen in Deutschland liegen nicht so hoch. Wenn du dir unsicher bist, dann erkundige dich bitte bei einer Tauchschule in der Nähe. 

Unsere Tauchbasis am Attersee liegt zum Beispiel auf fast 500 Metern Höhe.

2. Ein Tauchmesser 

Seen wirken oft wie ruhige und harmlose Orte zum Schwimmen, Angeln oder Bootfahren. Es ist wichtig, dass du sich von diesem friedlichen Eindruck nicht täuschen lässt. Verlorene Angelhaken und Schnüre liegen auf dem Grund eines jeden Sees, in dem geangelt werden darf. 

Unter Wasser ist die Angelschnur praktisch unsichtbar und stellt eine ernsthafte Gefahr für Taucher dar. Nimm immer mindestens ein Tauchermesser oder einen Leinenschneider mit auf deinen Tauchgang.

3. Es werde Licht!

Seen sind in der Regel weniger von Strömungen und Gezeitenbewegungen betroffen, als das Meer. Aufgrund dieses relativ ruhigen Zustands lagert sich Sediment ab. Mit der Zeit wird das zu einer dicken Schlammschicht. 

Wenn es bewegt wird, kann das Sediment eine Wolke bilden, die die Sicht vollständig einschränkt. Und es kann buchstäblich Stunden dauern, bis sie sich wieder gelegt hat.

Eine starke Tauchlampe, auch bei Tauchgängen am Tag, ist daher wichtig. Mit dem richtigen Flossenschlag verhinderst du das Aufwirbeln. In einer unserer Tauchschulen zeigen wir dir gern, wie das geht. :-)

4. Der Weg zurück

Meist startet man einen Tauchgang im See vom Ufer aus. Das erfordert oft, dass du am gleichen Punkt ein- und aussteigst.

Ein leicht ablesbarer Kompass kann deshalb ein wichtiges Hilfsmittel sein, um dich zu deinem Einstieg zurückzubringen. Entweder das oder ein möglicherweise langer, nasser Spaziergang. Um dich zu erinnern, wo genau du geparkt hast. ;-)

Auf dem Weg zum und im See kann dir außerdem ein schönes Paar Tauchschuhe mit harter Sohle Schutz bieten. Auf dem Grund vieler Seen verbergen sich manchmal Steine oder Abfälle wie zerbrochene Flaschen. Mit den passenden Schuhen musst du dir darum keine Gedanken machen.

5. Deine Tarierung

Wir hatten es beim Tipp zur Tauchlampe schon kurz erwähnt: Im See ist eine gute Tarierung mindestens genauso wichtig, wie im Meer. Hier kannst du zwar keine Korallen zerbrechen, aber auch beim Tauchen im See gibt es Leben, dass du verletzen kannst. 

Dazu kommt das Aufwirbeln von Sendiment am Boden. Das könnte nicht nur dir, sondern auch den anderen Tauchern im See den Spaß verderben.

Meerwasser ist wegen des höheren Salzgehalts dichter als Süßwasser. Gegenstände, die im Salzwasser einen neutralen Auftrieb haben, sinken im Süßwasser. Süßwasser ist in der Regel auch kälter als Meerwasser. Das heißt du wirst vielleicht einen dickeren Neoprenanzug oder sogar einen Trockenanzug benötigen. 

All das bedeutet, dass dein Auftrieb in jeder Umgebung anders sein wird. Wenn du mit einer unserer Atlantis Tauchschulen in den See gehst, werden wir deshalb immer  einen kurzen Tarierungscheck machen, um dein passendes Blei zu ermitteln.

Fazit

Während die meisten Seen relativ flache, ruhige Bedingungen bieten, die perfekt für den durchschnittlichen Sporttaucher sind, gibt es auch Ausnahmen. 

Tauchplätze wie Hemmoor oder der Bodensee können andere Bedingungen haben, als der gewöhnliche See. Die Tiefe, höhlenähnliche Strukturen und versunkene Gegenstände machen neugierig. 

Wie bei jeder neuen Situation solltest du auch vor einem Tauchgang mit neuen Bedingungen, an eine angemessene Ausbildung denken. 

Deine Atlantis Tauchschule hilft dir gern dabei. Sprich uns einfach an! :-)